Jan Muche

1975
Geboren in Herford

1992 - 1995
Ausbildung zum Lithographen, Bielefeld

2001 - 2005
Studium der Malerei unter Prof. K.H. Hödicke an der Universität der Künste, Berlin

2005
Meisterschülerjahr unter Prof. K.H. Hödicke an der Universität der Künste, Berlin

2008 - 2009
Lehrauftrag an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee

Lebt und arbeitet in Berlin

Werke von J. Muche

Jan Muche in den Uferhallen, Berlin 2009
Galerie Börgmann Raum OG / Jan Muche
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Getürkt
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Jan Muche, 150 x 160 cm, 2009, Acryl und Tusche auf Leinwand
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Jan Muche

PORTRAIT

Informationen zur Ausstellung:

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EINLADUNG

Eröffnung 23.01.2010, 20 - 23 h


Eröffnung: 23.01.2010, 20.00 - 23.00 Uhr
Laufzeit  : 23.01.2010 - 06.03.2010

Galerie Börgmann
Südwall 55
47798 Krefeld


Am 23.01.2010 freuen wir uns außerordentlich, Sie herzlich zu unserer ersten großen Einzelausstellung von Jan Muche einzuladen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Text von Werner Büttner und Albert Oehlen sowie einem Gespräch zwischen Jan Muche und Henrik Lakeberg.

Besuchen Sie uns am Abend des 23.01.2010, wir freuen uns auf Sie. Der Künstler wird anwesend sein.


Jan Muche hat die Kartoffeln, das Schwarzbrot und das Rübenkraut schon im Haus, denn bald beginnt das Schnibbelskuchenbraten. Man will ja gestärkt sein für Krefeld. Schließlich geht's ums große Ganze. Das Unwahrscheinlichste muss als Wahres zum Stehen gebracht, die Bilder der Welt ebenbürtig gemacht, ihnen das zurückgegeben werden, was sie immer schon waren: verkappt mysteriös, anmutig und bezaubernd, verstörend oder was immer.

Jan Muche ist ein großer Verwerter des visuellen Abfalls der Moderne. Unbekümmert verbaut er den gesamten Motivplunder - Figuren, Architekturen, Zeitungsausschnitte, Fotos, Zitate und Werbeslogans - zwischen Politgroteske und Blasmusik, slawischem film noir, Konstruktivismus und Weltraumfantasien, Gropius' Bauhaus, schnöden Baumarktkatalogen und Bikiniheftchen. Stilbrüche gibt es zuhauf, aber wohlproportionierte. Nichts ist peinlich in dieser postungegenständlichen Garagenmalerei, sondern alles bildwürdig.

Motivversätze, Farben und Formen, Zitate, Parolen und Haltungen behaupten und vergnügen sich auf's Ausgelassenste (wie Schinkenspeck in heißer Pfanne). Jan Muche malt jegliche narrative Festlegung nieder, sprengt sie semantisch-syntaktisch in alle Richtungen auf. Auf gelbster Untermalung halten sich seine ornamentalen, obskur formgebenden Vermusterungen - die ominösen Bänder, Friese, Fußbodenheizungsschlingen, farblohende Dreiecke, Tapeten, Globen und Farbfeldtexturen -, so dass das Unwirklichentrücktdekorative und selbst Jahrzehnte schöner Frauen geradezu zum härtesten Wirklichkeitsmesser werden.