Jan Holthoff

still it shines
30.05.10 - 08.07.10

DEr Katalog zur Ausstellung

Information zur Ausstellung:

Jan Holthoff, Jahrgang 1977,gehört einer Generation junger Künstler an, bei denen das Genre Landschaftsmalerei wieder verstärkt ins Blickfeld geraten ist. Aktualisierte Motive, neue Ansichten der Natur und die Verknüpfung von Figuration und Abstraktion zeichnen die Arbeiten von Holthoff aus. Unter dem Titel „Still itShines“ richtet die Galerie Börgmann in Krefeld dem Düsseldorfer Künstler vom30.05 bis zum 08.07.2010 eine umfangreiche Einzelausstellung aus, bei der seine neuesten Werke zu sehen sind.

Die Arbeiten von Jan Holthoff entwickeln sich zunächst aus abstrakten Strukturen. Durch das Auftragen von Farbe, dem Entfernen dieser und der erneuten Bearbeitung der Leinwand durch Malmitteln werden Flächen und Formen geschaffen, die bei diesem ersten Schritt jedoch noch kein Abbildder Natur darstellen. Vielmehr geht es hierbei um einen Prozess, der sich mitEntwicklung und Entstehung auseinandersetzt, ähnlich wie er sich in der Natur vollzieht. Erst durch das Hinzufügen von figurativen Elementen entstehen Landschaftsansichten. Jan Holthoff benutzt für diese Versatzstücke eigene Fotografien. In seinen neuesten Arbeiten schöpft aus einem Materialfundus, dener auf einer Reise durch den Westen der USA zusammengetragen hat. Canyons in Utah oder die Wüste von Arizona tauchen in der Bildwelt von Holthoff aus.

 

Neben einem erweiterten Motivvokabular findet sich in den aktuellen Arbeiten von Jan Holthoff ein neuer Aspekt. Er setzt als dritten Schritt Farbflächen und Farbstreifen ins Bildhinein und verstärkt somit seine subjektive Geste. Er erschließt sich einen neuen malerischen Zugang. Eine Konfrontation von Figuration und Abstraktion findet statt. Zugleich aber auch eine Reflexion der beiden Pole, die kunsthistorisch Endpunkte gesetzt haben, und von denen Jan Holthoff sich befreit.

 

Es sind neue Ansichten von Landschaften, die Jan Holthoff kreiert. Er schafft eigene Bildräume und eine eigene Interpretation der gesehenen Natur.

Beate Kolodziej M.A.